Kruzitürken    von Sabine Rosenbrock am 01.05.10

 

 

Märchenaufstieg:

Schneiderstochter,

türkisch-stämmig,

großer Coup – 

designiert als Überraschung

zur Ministerin –juchhu!-

in der Wulffschen C D U.

 

Große Freude,

schöne Fotos,

dann ihr erstes Interview.

Doch, kaum, dass man weggeschaut,

schon die ganze Tour versaut!

Dicker Fehler,

dumm gelaufen.

Muss sich Wulff

die Neue kaufen:

Eigne Meinung kundzutun?

Anfangsfehler - dummes Huhn!

 

Ärger mit der CSU:

Weg mit dieser fremden Kuh! -

Finger weg vom Kruzifix!

Das ist für die Bayern nix.

Kopftuch weg? Das wär passabel.-

Besser aber: Halt den Schnabel!

Hat der Chef schnell „nachjustiert“,

die Muslima instruiert,

die hat schleunigst dementiert:

Missverständnis - nicht gemeint-

was gesagt, das nur so scheint! –

 

Weggewischt, was so blamabel. -

Nunmehr ist sie ministrabel.

 

Moslem, Christ und Hottentott

glauben an denselben Gott,

Schule, Kopftuch, Kruzifix,

alles aus demselben Mix,

und was gestern war gedacht,

weg, wenn’s Scherereien macht.

 

Nun: am Ende fehlte nur,

flugs geleistet, frommer Schwur.

So ruckzuck erlernte sie

neues Stück  DEMOKRATIE.